Nine-Star-Ki kann aufgefaßt werden als Persönlichkeitstypologie, als eine Konstitutionslehre auf der Grundlage der ständig wechselnden Energieformen auf der Erde. Damit sind zwei Bereiche angesprochen:

  • Zum einen die Beschreibung der sich zyklisch abwechselnden energetischen Erscheinungsformen und die damit verbundenen Gesetzmäßigkeiten,
  • zum Anderen die Auswirkungen dieser energetischen Beeinflussungen auf die Natur und damit auch auf den Menschen.

Prägungen durch den Zeitpunkt der Geburt

Jeder Mensch erfährt eine entscheidende grundlegende Prägung seines Wesens in der empfindlichsten und vielleicht auch empfänglichsten Zeit seines Lebens, nämlich in den Augenblicken der Geburt und den nachfolgenden Tagen. Psychologische Beobachtungen gehen davon aus, dass alles was in dieser Zeit erlebt wird, die Grundmuster des gesamten Lebens in seinen wesentlichen Aspekten festlegt. Vieles, was sich im späteren Leben ereignet, sind Nachstellungen der wesentlichen Situationen, denen das Neugeborene ausgesetzt war und die es mit seinen damaligen Möglichkeiten und Einschätzungen zu bewältigen hatte.

In ähnlicher Weise drücken die vorherrschenden Energieformen ihren Prägestempel auf das Wesen und bestimmen damit die konstitutionellen Stärken der Person in zweierlei Hinsicht. Die vorherrschende Monatsprägung wird im Wesentlichen die Konstitution und damit das Lebensgefühl während der Kindheit und Jugend bis ca. 18 Jahre mitbestimmen, danach tritt die Erwachsenenprägung in den Vordergrund des persönlichen Erlebens, die von der vorherrschenden Energie des Geburtsjahres geprägt ist.

Zeiten unterschiedlicher Prägung

Das energetische Kolorit kann für jeden beliebigen Zeitpunkt beschrieben werden als ein Summenbild von Tages-, Monats- und Jahresprägung. Auch die Jahreszeit fügt ihre Färbung hinzu.

Die Beobachtung und Interpretation der Gesetzmäßigkeiten von Tages-, Monats- und Jahresprägungen in Neuner-Zyklen ist der wesentliche Inhalt der Beobachtungslehre Nine-Star-Ki, die im fernöstlichen Kulturbereich angesiedelt ist und deren Wurzeln sich in der Vergangenheit verlieren. Nine-Star-Ki basiert auf dem Strukturmodell der Lehre der 5 Wandlungsphasen und hat damit die gleiche Grundlage wie Akupunktur, Shiatsu ..., das I Ging und Feng-Shui. Als allgemeine Energielehre kann Nine-Star-Ki als das verbindende Element und gleichzeitig als Grundlage der genannten Bereiche angesehen werden.

Alle 9 Tage, alle 9 Monate, alle 9 Jahre wechseln sich 9 verschiedene Energieformen im kontinuierlichen Wechsel ab: ein zyklisches energetisches Muster, das durch alle Zeiten dahinfließt in ähnlicher Weise wie der ständige Wechsel der Jahres- und Tageszeiten, die erzeugt werden von der Drehung der Erde um sich selbst und um die Sonne. Die Neuner-Zyklen sind nicht direkt an einer äußeren Erscheinung festzumachen, wie die Wechselwirkungen zwischen Sonne, Erde und Mond, sind aber konkret beobachtbar und beschreibbar auf einer ähnlich subtilen Erfahrungsebene wie das Spüren von Meridian-Energie. Die einzelnen Energieformen beeinflussen auf unterschiedliche Weise den Gefühlshaushalt, indem nacheinander unterschiedliche Gefühlslagen verstärkt werden. Sie beeinflussen das Sensorium, das vegetative Nervensystem, den gedanklichen Fokus und die persönliche Ausrichtung gegenüber anderen Menschen. Letztendlich unterliegt das gesamte Ich-Bild und das ihm zugrundeliegende Lebensgefühl laufend leichten Veränderungen, die über die gesetzmäßigen Wechsel zwischen den einzelnen Energieformen nicht nur nachvollziehbar, sondern auch in gewissem Rahmen für die Zukunft abschätzbar sind.

Während Tages- und Jahreszyklen nach der Lehre der 5 Wandlungsphasen in 5 Abschnitte unterteilt werden (Holz=Initiativ-, Feuer=Aktions-, Erde=Reflektions-, Metall=Strukturierungs- und Wasser=Ruhephase) folgen die 9 Energieformen den Gesetzmäßigkeiten des Quadrates aus 9 Zahlen. Diese beiden Denkmodelle haben miteinander enge Verbindungen. Die Zuordnung der 9 Energieformen zu den 5 Wandlungsphasen ergibt sich aus der räumlichen Nähe der einzelnen Energieformen zu den einzelnen Abschnitten des Zyklusses, wenn man das Zahlenquadrat in seiner sogenannten "Normalverteilung" mit der 5 im Zentrum in den Kreis der 5 Wandlungsphasen setzt.

Hierbei entspricht die Energiestufe 9 den Zeiten der stärksten Hitze- und Lichtentwicklung (Mittag, Sommer) und wird der Wandlungsphase Feuer zugeordnet. Man spricht dann von der Energiestufe 9-Feuer.

Den Zeiten der am ruhigsten fließenden Energie (Nacht, Winter, Wasser-Phase) wird die Zahl 1 zugeordnet. Demgemäß spricht man von der Energieform 1-Wasser.

1 und 9 bilden zwei Pole von Gegensätzen, zwei Zentren, denen sich jeweils 3 weitere Aspekte zugesellen. Der Wandlungsphase Holz entsprechen die Zahlen 3 und 4, der Wandlungsphase Metall die Zahlen 6 und 7.

4 9 2
3 5 7
8 1 6

Dem Bereich Erde werden insgesamt drei Energieformen zugeordnet. Allgemein entspricht die Wandlungsphase Erde der Übergangsphase von Sommer zu Herbst, dem Spätsommer, in dem alle Jahreszeiten sich kurz aufeinander mit ihren wesentlichen Merkmalen zeigen. Ausgehend von der Ruhelage der Wandlungsphase Wasser und nach Durchwanderung der Phasen Holz und Feuer ist der Zenit des Zyklusses durchschritten, die Vervollständigung zum kompletten Zyklus wird vorstellbar. Ahnungen des Herbstes und des Winters lassen in der Zeit der Ernte an die Versorgung mit Nahrung in den kargen Jahreszeiten denken. Dieser Übergangszeit zwischen Sommer und Herbst wird die Energieform 2-Erde zugeordnet.

Eine ähnliche Übergangszeit, nämlich zwischen Winter und Frühjahr, die Zeit der traditionellen Fasnachtsfeste, lassen die fruchtbaren Zeiten herbeisehnen, die Zeiten freizügiger Bewegung in der Natur, ohne den schützenden Rahmen der Häuser, etc. Auch in dieser Zeit zeigen sich die Facetten der einzelnen Jahreszeiten, wie um sich in Erinnerung zu rufen, lange bevor im April die Wetter sich in dramatischer Weise am Himmel ablösen. Auch diese Zeit, mit der Nummer 8 belegt, wird der Wandlungsphase Erde zugeordnet, wegen der strukturellen Verwandtschaften dieser Zeiten miteinander.

Somit sind 8 Aspekte belegt. Um die 9-Feuer scharen sich die drei Aspekte 4-Holz, 2-Erde und 7-Metall. Sie bilden die nach außen gerichteten Aspekte (Extraversion) im Gegensatz zu den Aspekten der Introversion: 3-Holz, 8-Erde und 6-Metall, zusammen mit dem zweiten Pol 1-Wasser.

Es fehlt die Aussage zur 5. Sie steht in der "Normalverteilung" des Zahlenquadrates im Zentrum. Sie kann beschrieben werden als aus den anderen vier Aspekten herausgebildete Qualität. Sie hat von jeder Phase etwas. Unter diesem Gesichtspunkt weist die 5 strukturelle Ähnlichkeiten zur Beschreibung der Zahlen 2 und 8 auf und wird deshalb ebenso der Wandlungsphase Erde zugeordnet. Die 5 bildet auch eine ausbalancierte Mittellage zwischen Intro- und Extraversion, was ihre Sonderstellung im Zyklus der 9 Zahlen noch verstärkt.

Genaugenommen gibt es demnach nur vier energetische Aspekte, nämlich die Gegensatzpaare Feuer-Wasser und Holz-Metall. Die Energieform Erde kann betrachtet werden als eine Summenform dieser vier Aspekte und zwar in drei verschiedenen Ausformungen:

  1. Die Energieform 5-Erde: Alle vier Aspekte liegen in ausbalancierter Form vor. Es besteht ein Gleichgewicht zwischen Intro- und Extraversion jeweils zwischen 9-Feuer (extra) und 1-Wasser (intro), sowie zwischen 3- und 4-Holz (intro und extra) und 6- und 7-Metall (intro und extra).
  2. Bei der Ausformung von 2-Erde stehen die extravertierten Aspekte im Vordergrund, nämlich 9-Feuer, 4-Holz und 7-Metall, während die introvertierten Aspekte 1-Wasser, 3-Holz und 6-Metall im Hintergrund sind.
  3. Gerade umgekehrt ist 8-Erde ausgeformt. Die extravertierten Aspekte stehen im Hintergrund, während die Bereiche 1-Wasser, 3-Holz und 6-Metall das Wesen dieser Energieform ausmacht.

Die Zahlen 1 bis 9 haben in diesem System keine Eigenbedeutung oder Symbolwert, sondern sind lediglich Erkennungszahlen, um die einzelnen, zu beobachtenden energetischen Aspekte voneinander unterscheiden und durch Benennen erkennen zu können. Die eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse können mit Hilfe dieses Beobachtungssystemes strukturiert werden.

Das einzige was zählt, ist die eigene Beobachtung. Die Grundstruktur der Lehre der 5 Wandlungsphasen und die Zusammenhänge des 9er-Zahlenquadrates bilden das Ablagesystem für die eigenen Erfahrungen, sozusagen die energetischen Regale, Ordner und Karteien.

Zeiten von Extraversion und Introversion

Einmal geprägt, sind wir in der Folge dem ständigen Wechsel der energetischen Formen ausgesetzt. Das gibt uns laufend die Möglichkeit, uns ständig etwas anders zu erleben, immer wieder von einer anderen Seite zu sehen, aus einem anderen Blickwinkel heraus zu erkennen.

Zum Einen legt der Zeitpunkt der Geburt fest, ob eine Person grundsätzlich intro- oder extravertiert ist, zum Anderen erleben wir uns in einem ständigen Wechsel intro- oder extravertierter Zeiten: Bezogen auf Zeiten bedeutet dies, dass unser Sensorium laufend seine Richtung wechselt, im Falle der Introversion richtet sich die Aufmerksamkeit mehr auf inneres Geschehen, während im Falle der Extraversion die Orientierung des Bewußtseins auf das Außen gerichtet ist.

Da Jeder entweder intro- oder extravertiert geprägt ist durch den Zeitpunkt seiner Geburt, erfährt die jeweilige Prägung in der einen Zeit eine Verstärkung durch die Aufdoppelung der Aspekte oder in der anderen Zeit eine Dämpfung durch den relativen Ausgleich der Aspekte.

Dieser Umstand kann planend in die persönlichen Aktivitäten einbezogen werden.

Dem Extravertierten fällt es leicht, sich im Außen zur Anwendung zu bringen: in Kontakten mit anderen Menschen, im Erleben der Umwelt und im Spüren der Verbindung zwischen Innen und Außen. In aufgedoppelten, also extravertierten Zeiten können diese Aspekte leichter umkippen, so dass die Person sich im Außen verlieren kann und für sie die Verbindung zu sich selbst nicht mehr richtig erlebbar ist. Das kann bewirken, dass die innere Stimme nicht mehr gehört wird und Handlungen bestimmt werden von dem, was im Außen vorgegeben wird. Zeiten der Introversion können dem entgegenwirken und Bemühungen unterstützen, die Balance zwischen Innen und Außen wieder zu finden.

Dem Introvertierten fällt es demgegenüber leicht, seinen inneren Regungen nachzugehen. Hier ist er Zuhause. Das Außen wird zwar wahrgenommen, jedoch mehr als Anlaß, die inneren Saiten zum Schwingen zu bringen. Das was durch das Außen im Inneren angeregt wird, ist die Realität, nicht so sehr das Außen selbst, ganz im Gegensatz zur Erlebniswelt der extravertierten Person, für die das Außen die Realität darstellt und das Innere das Unbekannte ist, dem erst einmal mit Mißtrauen begegnet wird. In Zeiten der Introversion verstärkt sich für introvertiert geprägte Personen der Zug zum Umgang mit dem Inneren Erleben. Zeiten der Extraversion können für introvertierte Personen planend benutzt werden, um den Kontakt mit anderen Menschen offener zu gestalten, besonders für wichtige Gespräche oder für Erstkontakte.

Nine-Star-Ki-Form Richtung I-Ging-Aspekt I-Ging-"Familie" Polarer Aspekt
1-Wasser introvertiert Wasser mittlerer Sohn yang
2-Erde extravertiert Erde Mutter yin
3-Holz introvertiert Donner ältester Sohn yang
4-Holz extravertiert Wind älteste Tochter yin
5-Erde neutral Zentrum - neutral
6-Metall introvertiert Himmel Vater yang
7-Metall extravertiert See jüngste Tochter yin
8-Erde introvertiert Berg jüngster Sohn yang
9-Feuer extravertiert Feuer mittlere Tochter yin

Tagesprägungen

Im Artikel über Nine-Star-Ki im Shiatsu-Journal Nr. 10 wurde bereits die Ausrechnung der Jahres- und Monatsprägung vorgestellt. Im Folgenden soll etwas ausgeführt werden über die Tagesprägungen.

Die Tagesprägungen sind am leichtesten direkt zu beobachten. Sie beeinflussen am ehesten das tagtägliche Geschehen. Deshalb bietet die Beobachtung der Tagesprägungen eine schöne Möglichkeit, sich in die Zusammenhänge von Nine-Star-Ki einzuspüren durch Beobachtung der Unterschiede vergleichbarer Ereignisse von Tag zu Tag.

Tage mit 5-Erde-Qualität ausfindig zu machen, ist der einfachste Ansatzpunkt für die Beobachtung der Tagesprägungen.

Ein 5-Erde-Tag zeichnet sich dadurch aus, dass es an diesem Tag leicht fällt, liegengebliebene Sachen zu erledigen: Der Tag des leeren Schreibtisches. Aspekte von 5-Erde-Tagen haben in etwa folgende Qualität: Es fällt etwas ins Auge, was unerledigt herumliegt: Der Merkzettel für einen Telefonanruf, eine nicht bezahlte Rechnung, ein unausgefülltes Formular. Irgend etwas, für was es immer wieder Gründe gab, es nicht zu tun, obwohl man es eigentlich erledigen will. An einem 5-Erde-Tag nun fällt es leicht, das was zu erledigen ansteht, auch auszuführen, so wie es ins Blickfeld gerät. Im Einzelnen können das ganz unterschiedliche Dinge sein, die nacheinander erledigt werden. Auch dies ist ein typischer Erde-Aspekt: Das lockere Nebeneinander unterschiedlichster Aspekte, ohne dass gewertet wird, was davon mehr oder weniger wichtig ist.

Allgemein könnte man als Erde-Aspekt beschreiben, dass an diesen Tagen die Hemmschwelle zwischen Auftauchen im Bewußtsein und Umsetzung in die Tat besteht. Dieser Zusammenhang ist etwas Anderes als das Auftauchen lassen einer Idee (Holz-Aspekt) und die daraus resultierende Handlung (Feuer-Aspekt). Dies ist die Folgerichtigkeit zyklischer Abläufe, beschrieben nach der Lehre der 5 Wandlungsphasen.

Für Holz-Tage steht der Aspekt der Idee, der Initiative im Vordergrund. Man kann 3-Holz-Tage benutzen, um z.B. ein Konzept für ein Projekt zu entwickeln (intro). Wenn man jemand Anderes für eine Idee gewinnen will, wäre hierfür ein 4-Holz-Tag günstiger. Das betrifft die Empfänglichkeit des Partners für Neues und in gleichem Maße die eigene Überzeugungskraft im Gespräch (extra).

Das an einem 3-HOLZ-Tag erarbeitete Konzept ließe sich an einem 6-Metall-Tag am leichtesten strukturieren und in eine darstellbare Form bringen (intro).

Für Terminabsprachen oder längerfristige Planungen sind die Sinne an 7-Metall-Tagen stärker geöffnet als an anderen Tagen (extra).

Das "In-Aktion-gehen" fällt an 9-Feuer-Tagen leichter (extra). 1-Wasser-Tage eignen sich besonders zum Einspüren, was eine Situation für einen selbst bedeutet oder zur Einfühlung in Zusammenhänge der Persönlichkeitsstruktur anderer Menschen (intro). Komplexe persönliche Zusammenhänge erscheinen transparenter in Zeiten von 1-Wasser. Was verborgen schien, wird erkennbar. Was verdrängt werden wollte, gerät ins Bewußtsein.

Bei den Erde-Aspekten 2, 5 und 8 sind Zusammenhänge am leichtesten reflektierbar. Die einzelnen (erkennbaren) Bestandteile einer Situation erscheinen dem Bewußtsein weniger verschachtelt, sondern mehr gleichwertig nebeneinander.

Dabei geht es bei der extravertierten Form 2-Erde mehr um Zusammenhänge im sozial-gesellschaftlichen Bereich (Familie, Freunde, Arbeitsgruppen), während sich an 8-Erde-Tagen mehr die Einsicht in die eigenen inneren Zusammenhänge verstärkt.

Es wäre ratsam, sich die einzelnen Tagesprägungen im Terminkalender zu notieren, um eine schnelle Orientierung zu haben und um den Überblick zu erhalten. Es kann hilfreich sein, für die Beobachtungen ein Tagebuch zu führen und sich mit einem Gesprächspartner auszutauschen.

Beobachtungspunkte für die Tagesprägungen können sein:

  • Unterschiede im eigenen Verhalten
  • Unterschiede im Verhalten von Mitmenschen
  • allgemeiner Eindruck im Straßenverkehr (Fahrweisen, Geschwindigkeit, Aufmerksamkeit ...)
  • die Atmosphäre bei Zusammenkünften (Fest, Ausstellungseröffnung, in Gaststätten ...)
  • Häufigkeiten von Unfällen (Krankenwagen- oder Feuerwehrsirenen, Meldungen in Nachrichten und Zeitungen, und so weiter.

Allgemeiner Verlauf der Tagesprägungen

Die Tagesprägungen verlaufen im ersten Halbjahr in aufsteigender Zahlenfolge, im zweiten Halbjahr in absteigender Zahlenfolge. Wechselzeiten sind jeweils die Winter- und Sommer-Sonnenwenden. Der Wechsel erfolgt jeweils nach Abschluß eines vollständigen Zyklusses vor der Winter-Sonnenwende, bzw. vor der Sommer-Sonnenwende.

Vor der Wintersonnenwende im Dezember endet der Zyklus mit der 9. Dann wird die 9 wiederholt und dann wird in der Folge rückwärts weitergezählt bis zu 1. Dies dann fortlaufend bis zum letzten Zyklus vor der Sommer-Sonnenwende im Juni. Nach Abschluß des letzten vollständigen Zyklusses vor der Sommer-Sonnenwende (der mit der 1 endet), wird die 1 wiederholt und danach wird wieder in aufwärts gerichteter Zahlenfolge weitergezählt bis zum Erreichen des letzten vollständigen 9-er-Zyklusses vor der Winter-Sonnenwende.

Wenn man sich diese Wechselsituationen einmal aufzeichnet, indem man ein paar 9er-Zyklen vor und nach einer Sonnenwendzeit aufnotiert, kann man feststellen, dass die 5-Erde-Tage keiner Änderung unterliegen. Dies ist so, weil die "5" symmetrisch in der Mitte der Zahlenfolge zwischen der 1 und der 9 liegt (1, 2, 3, 4 - 5 - 6, 7, 8, 9), vier Zahlen vor der 5 und 4 Zahlen hinter der 5.

Die 5-Erde-Tage sind sozusagen "Achsenpunkte", um welche sich in den Wendezeiten der Zyklus dreht. Dies erklärt, warum sich beim Wechsel der Laufrichtung die letzte Zahl noch einmal wiederholt.

Es ist ratsam, die Wechselzeiten jeweils dazu zu benutzen, die Tagesprägungen besonders genau zu beobachten, um eine größere Sicherheit zu gewinnen.

Der Umgang mit den Tagesenergien eignet sich nicht so sehr dafür, rezeptartig und stur seine täglichen Aktivitäten danach auszurichten. Dies kann nur Ängste schüren, für irgend etwas Wichtiges nicht den richtigen Zeitpunkt zu finden, oder ihn verpaßt zu haben. Das ist nicht Sinn der Sache. Der Zugewinn kann sein, sich und andere Menschen in ihrem Verhalten besser verstehen zu lernen und tiefere Einsichten in subtile Zusammenhänge in der Natur zu erlangen.

Es geht nicht darum, sich eine neue Routine zu schaffen und sich in deren Abhängigkeit zu begeben.

Wenn man ein paarmal erlebt hat, wie leicht man selber oder andere aus heiterem Himmel aus der Haut fährt, die Hutschnur platzt und eine zornige Äußerung schon über die Lippen gegangen ist, bevor man es merkt und dann feststellt, dass gerade ein 4-Holz-Tag ist, werden Nine-Star-Ki-Aspekte greifbarer und bekommen dadurch mehr Realitätswert. Dann lernt man leichter, solche Äußerungen weniger persönlich zu nehmen, bzw. leichter anderen zu verzeihen.

Damit wäre schon viel gewonnen.

Bestimmung der Tagesprägungen

In der nachstehenden Tabelle sind die Tagesprägungen im Einzelnen dargestellt, so wie sie sich meiner Beobachtung erschlossen haben.



Analogien von Tages-, Monats- und Jahresprägungen

Das über die Tagesprägungen Gesagte gilt in gleicher Weise auch für die Monats- und Jahresprägungen, nur sind diese nicht so leicht und eindeutig zu bestimmen und zu beobachten wie die Tagesprägungen.

Die Eindrücke der einzelnen Monats- und Jahresprägungen auf das Bewußtsein sind feiner und erschließen sich der direkten Beobachtung nicht so leicht wie die Tagesenergien.

Eine gewisse Prägnanz haben jedoch die Eindrücke am Beginn und am Ende einer Prägungszeit.

Am Anfang einer Prägezeit ist eine gewisse Ungeübtheit, mit den neuen Einflüssen umzugehen, spürbar, gegen Ende einer Prägezeit kann sich ein Überdruß, immer sich in der gleichen Weise gefordert zu fühlen, bemerkbar machen. Dies ist besonders deutlich nach Feuer-Monaten oder -Jahren und beim Ende von zwei aufeinanderfolgenden Holz- oder Metall-Zeiten.

Ein eindrucksvolles Beispiel für die Ungeübtheit mit einer neu vorherrschenden Energieform begegnete mir im Zusammenhang mit einem Pressebericht über ein völlig unerwartet verlorenes Tennismatch von Steffi Graf (Prägungen: 4/4). Das Fassungslose für Sie war, dass sie eine ganze Reihe von Bällen präzise einige Zentimeter über die Grundlinie hinausgeschlagen hatte. Graf: "Der Ball ging einfach nicht ins Feld."

Tatsächlich hatte wenige Tage vorher ein Wasser-Monat begonnen. Dies bewirkte offensichtlich einen minimal stärkeren Muskeltonus (Verstärkung der Konstitution für Muskeln und Sehnen in Verbindung mit Wasser-Energie durch den "fördernden Zyklus"), was die präzise trainierten Schläge, die kurz vor die Grundlinie treffen sollten, einige entscheidende Zentimeter verlängerte.

Nach den ersten Tagen einer neuen Prägezeit erfolgt eine Anpassung an die neue Situation, so dass derartige Überraschungsmomente nicht mehr auftauchen.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…
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